dazwischen

spätnachts wird die welt weiter

geräusche und leidenschaften verebben -

dann hörte ich sie immer deutlich

wie sie mich zum spielen rief. . .

sanft und weich flüsterte die leere

in dem dunkel hinter meinen lidern,

und mich verlangte nach ihrer vollkommenen freiheit

die der verstand verbietet.

Des tags unternahm ich streifzüge durch die hinterhöfe

jedes dazwischen durchsuchend

nach einem pfad, einem durchgang hinüber

zu jener großen ungesehenen welt

und ich kroch durch lücken in zäunen,

ich zwängte mich durch spalten in wänden

in fernen träumen verweilend

allein in leeren hallen

+ + + +

als ich heranwuchs, wurden meine abstände kleiner

ich verlegte mich auf buch und sprache,

erhaschte flüchtige blicke auf die leere in spielen mit pausen - - -

beinahe in meiner reichweite. . .

im schwarz zwischen den seiten

im weiß zwischen den zeilen

im schweigen vor der antwort

sah ich die vorzeichen

dann sickerte die leere durch die augenblicke

ich begann, mit der zeit zu spielen

geschwinde durch die sekunden schlüpfend

den glockenschlag verlangsamend

enger kreisend, immer enger

bis ich das früheste band zerriss

und das gitter der ordnung öffnete sich

zu einem gewaltigen jenseits

+ + + +

es ist nicht was ich erwartete

aber es ist was ich suchte

ich bin mehr als glaube und freiheit

ich bin weniger als ein gedanke

darum – hörst du mich eines nachts flüstern

aus weiter ferne locken - - -

dann komm und spiele

komm und spiele

komm und spiele

(09.03. 2009 – Beitrag zum FilkONtario Songwriting Contest 2009, Thema: 'Space Games')

Englischer Originaltext

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